Die Deutsche Informationszentrale für häusliche Betreuung und Pflege

Deutsche Informationszentrale für häusliche Betreuung und PflegeWillkommen bei der Deutschen Informationszentrale für häusliche Betreuung und Pflege.

Neben allgemeinen Informationen für pflegende Angehörige und Familien haben Betreuungskräfte, Kundenberater und Agenturen die Möglichkeit, durch gezielte Schulungsmaterialien ihre Qualität zu verbessern.

Darüber hinaus schaffen wir Transparenz hinsichtlich der legalen Möglichkeiten einer häuslichen Betreuung mit osteuropäischen Betreuungskräften und geben politische Neuerungen bekannt.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir von Empfehlung einzelner Agenturen absehen, um Neutralität zu bewahren. Wir verstehen uns als erste Anlaufstelle für Angehörige, BetreuerInnen und Agenturen, wenn es um Fragen der häuslichen Betreuung und Pflege geht. Da die häusliche Betreuung durch mittel- und osteuropäische Betreuungskräfte nach wie vor in keiner gesetzlichen Regelung verankert ist, bedarf es in diesem Bereich um Klarheit und Transparenz für die Betroffenen. Denn Deutschland ist auf die Unterstützung durch diese Kräfte angewiesen.

Die aktuelle Situation in Deutschland

2,3 Millionen alte Menschen sind pflegebedürftig, Tendenz steigend. Im Jahr 2030 werden ca 3,4 Millionen Personen pflegebedürftig sein, von denen mehr als 2/3 zu Hause betreut werden. Ferner wird vermutet, dass weitere 2,5 Millionen ebenfalls von Familienmitgliedern betreut werden. Da sie jedoch keine Leistungen der Pflegekasse beziehen, können sie statistisch nicht erfasst werden.

In der Regel pflegen Frauen ihre gealterten Verwandten. Wie bei der Kindererziehung ist auch hier wieder der Spagat zwischen Beruf und Familie gefragt. Des Weiteren gehen den Betroffenen Rentenansprüche verloren. Frauen möchten in der heutigen Zeit finanziell unabhängig sein, einer Erwerbstätigkeit nachgehen und eigene Rentenansprüche erarbeiten.

Das Familienpflegezeitgesetz ist nicht attraktiv genug, so dass es von der Bevölkerung bislang kaum in Anspruch genommen wurde. Im Mai 2014 wurde das Pflegestärkungsgesetz beschlossen, ein erster kleiner Schritt für mehr Flexibilität und Förderung der Betroffenen.

Das Familienpflegezeitgesetz sollte weiter entwickelt werden, ebenso die Absicherung einer Rente, indem beispielsweise ein ähnliches Modell wie die Elternzeit erhoben wird. Rentenansprüche in Ost und West müssten angeglichen werden. Vielen pflegenden Angehörigen im Osten ist es nicht möglich, sich eine 24 Stundenbetreuung zu leisten im Vergleich zu West- und Süddeutschland.

Nachwuchsmangel bei den Pflegeberufen

Ca. 5 Millionen Menschen sind in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Die größte Berufsgruppe sind die Pflegeberufe mit ca. 4 Millionen Beschäftigten. Ca. 40.000 Fachkräftestellen können heute nicht besetzt werden. Prognosen besagen, dass im Jahre 2020 ca. 224.000 mehr Vollzeitkräfte benötigt werden. Im Jahre 2030 hätten wir einen Mangel an Vollzeitkräften von ca. 404.000.

Darüber hinaus sind die Pflegekräfte physisch und psychisch häufig so überlastet, dass höhere Fehlzeiten und gesundheitliche Ausfälle zu erwarten sind, so dass sich der Mangel an Pflegekräften nochmals deutlich erhöht. Deutschland ist hier besonders betroffen: die Anzahl der älteren Menschen ist sehr hoch und das Berufsbild der Altenpflege nicht attraktiv genug. Das Berufsbild der Altenpflege muss attraktiver gestaltet und besser bezahlt werden, um dem Personalmangel entgegen zu treten.

Prävention von Übergriffen an Pflegebedürftigen

Gewalt im Alter – im häuslichen wie im stationären Umfeld – entsteht häufig durch die psychische und physische Überlastung der Betroffenen und sollte nicht weiter tabuisiert werden.

Wir hoffen, mit dieser Informationsplattform einen Beitrag zu mehr Transparenz für alle Beteiligten geben zu können, um ein zukunftweisendes Handeln zu ermöglichen!